FAQ

"Akupunktur kann heilen was gestört ist, nicht was schon zerstört ist".

In Notfällen und bei schwerwiegenden Erkrankungen ist die Schulmedizin die Therapie der Wahl. Einer unterstützenden Behandlung steht dennoch häufig nichts entgegen. 

Yin/Yang

Wie oft und in welchen Abständen sollte eine Behandlung erfolgen? 

Wie häufig behandelt werden muss hängt von der Schwere und Dauer der Erkrankung sowie der individuellen Reaktionslage des Tieres ab. In manchen Fällen ist schon nach der ersten Behandlung ein sichtbarer Erfolg zu verzeichnen. In anderen Fällen sind Akupunkturbehandlungen in regelmäßigen Abständen, evtl. auch in Kombination mit anderen Therapien (z.B. Injektionen in bestimmte Akupunkturpunkte, ergänzende Kräutertherapie, Optimierung der Fütterung...) sinnvoll. Als Faustregel kann man sagen: Bei akuten Fällen ist eine geringere Anzahl von Behandlungen in kürzeren Abständen, bei chronischen hingegen mehrere Behandlungen über einen längeren Zeitraum notwendig.

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Gibt es Nebenwirkungen? 

Für eine korrekte Durchführung sind genaue Kenntnisse von Anatomie und Physiologie erforderlich, die nur durch eine entsprechende Grundausbildung gewährleistet sind. Wird die Akupunktur von einem gut ausgebildeten Tierarzt angewendet, ist sie als eine ausgesprochen sichere Therapie anzusehen. Gelegentlich kommt es nach einer Behandlung zum Auftreten von Symptomen, die zuvor schon latent vorhanden waren, aber nach der Behandlung und dem Lösen von Stagnationen erst an die Oberfläche kommen konnten.  

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Wie läuft eine Behandlung ab? 

Zunächst wird im Vorgespräch alles rund um die Krankengeschichte des Patienten erfragt.  Der Patient wird anschließend klinisch untersucht. Neben der üblichen Allgemeinuntersuchung interessieren mich vor allem auch Farbe und Beschaffenheit der Zunge, ich taste die Muskulatur ab und achte dabei auf Wärmeunterschiede und schmerzhafte Punkte (Akupunktur- und Triggerpunkte) und ich erfühle die Pulsqualität.

Die Befunde zusammen mit den aus der Anamnese gewonnenen Erkenntnissen liefern dann eine Diagnose aus dem Blickwinkel der Traditionellen Chinesischen Medizin, mit der klassischen veterinärmedizinischen Ausbildung im Hintergrund. Entsprechend der Diagnose werden die Akupunkturpunkte und die optimale Behandlungsform ausgewählt. Die Nadeln verbleiben ca. 15-30 Minuten im Patienten.