Akupunktur (aus dem Lateinischen „acus“ = Nadel und „pungere“ = stechen) ist ein vielseitig einsetzbares und hochwirksames Therapieverfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) mit jahrtausendealter Tradition. Sie stellt eine ganzheitliche Behandlungsmethode und eine gute Ergänzung zu schulmedizinischen Ansätzen dar. Die TCM betrachtet das Lebewesen als Ganzes, will das Gleichgewicht in Körper, Seele und Geist wiederherstellen.

So wird im Rahmen einer gründlichen Diagnostik nach tieferliegenden Ursachen für Beschwerden gesucht und dann das Tier entsprechend seines Krankheitsmusters durch Stimulation der Akupunkturpunkte, z.B. mittels Setzen sehr feiner Nadeln, behandelt.  

Nach Ansicht der TCM, durchziehen den Körper neben den Nerven, Blut- und Lymphgefäßen sogenannte Meridiane den gesamten Körper, in denen das Qi (die „Lebensenergie“) zirkuliert. Diese Energieleitbahnen verbinden alle Strukturen des Körpers miteinander und sind insbesondere mit den Organen, nach denen sie benannt werden, und ihren Funktionen eng assoziiert.

Die TCM beruht auf der Theorie zweier gegensätzlicher Kräfte, Yin und Yang. Dabei steht Yin für das weibliche Prinzip, für das Strukturierte und Yang für das männliche Prinzip, für Aktivität. Von dieser Grundbedeutung ausgehend, können auch weitere Gegenpole Yin und Yang zugewiesen werden – immer mit dem Ziel, sich gegenseitig auszugleichen.

Nach Auffassung der TCM ist ein Lebewesen gesund, wenn die beiden Anteile der Lebensenergie, Yin und Yang, im Gleichgewicht sind und das Qi ungehindert und in ausreichendem Maße fließen kann. Ihr Ungleichgewicht und dauerhafte Störungen des freien Energieflusses können zu Beschwerden und Krankheiten führen. Durch das Setzen der Nadeln wird der Energiefluss reguliert und die Selbstheilungskräfte aktiviert, so dass der Organismus auch zukünftig das Energiegleichgewicht herstellen kann.